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Heidenheim erstellt Machbarkeitsstudie für Innenstadt-Seilbahn

Die Stadtverwaltung Heidenheim ist beauftragt, eine Machbarkeitsstudie für eine Seilbahn in der Innenstadt vorzubereiten. Das hat der Gemeinderat am Dienstagabend einstimmig beschlossen.

Der aktuelle Bearbeitungsstand – dazu zählt auch eine Nachfrageanalyse – zeigt, dass ein Basis-Potenzial für einen Seilbahnbetrieb vom Zentralen Busbahnhof zum Schlossberg und weiter zum Wohngebiet Reutenen besteht.

Die Stadt erhofft sich davon derzeit unter anderem eine Verlagerung des Individualverkehrs auf die Seilbahn. Außerdem soll der öffentliche Personennahverkehr auf diese neue Form der Mobilität abgestimmt werden. „Das ist eine Chance, hier in Heidenheim das Besondere, das Einmalige zu schaffen“, sagte Oberbürgermeister Bernhard Ilg vor der Abstimmung.

Die Machbarkeitsstudie soll unter anderem die erste grobe Kostenabschätzung präzisieren, eine Untersuchung der Streckenführung beinhalten, die Fahrtzeiten näher betrachten und einen Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln herstellen, um alle Mobilitätsformen in Kontext zu einander zu setzen und die Wirkung einer Seilbahn begreifbar zu machen.

Die abgeschätzten Investitionskosten unterscheiden sich je nach Zahl der Zwischenstationen und verwendeten System. Für eine Strecke von der Innenstadt zum Schlossberg belaufen sich die abgeschätzten Investitionskosten für eine konventionelle Seilbahn auf 12,6 Millionen Euro, für eine Seilbahn mit Gondeln im Eigenbetrieb 13,1 Millionen Euro. Für eine Seilbahn von der Innenstadt bis zum Wohngebiet Reutenen mit einer Zwischenstation am Naturtheater belaufen sich die Kosten auf 29,8 Millionen Euro (Gondeln mit Eigenbetrieb: 31,5 Millionen Euro). Für eine Strecke von der Innenstadt bis nach Reutenen mit mehreren Zwischenstationen, darunter auch die Voith Arena, belaufen sich die Kosten auf 33,8 Millionen Euro (35,6 Millionen Euro).

Förderung bis zu 75 Prozent möglich

Werden die abgeschätzten Betriebskosten und erwarteten Einnahmen gegenübergestellt, deutet sich zwar an, dass der Betrieb unter Idealbedingungen sich rechnen könnte. Allerdings müssen die Abschreibungen und Finanzierungskosten mitbetrachtet werden. Eine Gesamtwirtschaftlichkeit ist nach Ansicht der Stadt auch deshalb von einer Förderung abhängig. Dazu muss die Seilbahn Bestandteil des öffentlichen Personennahverkehrs sein, einen beschleunigten Verkehr ermöglichen und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Werden diese Vorgaben erfüllt, ist eine Förderung bis zu 75 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten möglich.

(Erstellt am 22. April 2021)

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