Gespinstmotte an Büschen und Bäumen sorgt für Fragen
Aktuell fallen im Stadtgebiet Heidenheim vermehrt weiß eingesponnene Bäume und Sträucher auf, was zu Nachfragen führt. Auf den ersten Blick wirkt das bedrohlich, ist aber völlig harmlos.
Verantwortlich ist die Gespinstmotte, ein harmloser Schmetterling, dessen Raupen im Frühjahr bestimmte Gehölze kahlfressen und mit dichten, silbrigen Gespinsten überziehen. Besonders häufig betroffen sind Pfaffenhütchen, Schlehen, Weißdorn oder Traubenkirschen, gelegentlich auch Obstbäume.
Die Raupen sind völlig ungefährlich. Die Netze dienen den Tieren lediglich als Schutz vor Fressfeinden und schlechtem Wetter. Anders als der Eichenprozessionsspinner besitzen sie keine giftigen oder juckenden Brennhaare und stellen somit keine Gesundheitsgefahr für Menschen oder Tiere dar.
Auch für die Pflanzen ist der Befall meist kein Problem. Nach einigen Wochen treiben die Sträucher und Bäume im Sommer wieder frisch aus. Nur bei Obstbäumen kann ein starker Kahlfraß zu Ernteverlusten führen. In solchen Fällen kann ein frühzeitiger Einsatz biologischer Mittel helfen. Eine chemische Bekämpfung ist im restlichen Garten nicht sinnvoll, denn die Raupen sind durch das dichte Gewebe bestens geschützt.
Wer die Ausbreitung verhindern möchte, kann im Frühjahr die jungen Gespinste einfach entfernen. Die Gespinstmotte ist ein natürlicher Bestandteil des Ökosystems und stellt keine Gefahr für die Gesundheit dar.
