Schloss Hellenstein im Sommer. Foto: Oliver Vogel

Meisterkonzerte – Intimer Schubert-Abend mit Weltklasse-Pianist Gerhard Oppitz

Einer der ganz Großen unter den Pianisten kommt nach Heidenheim: Gerhard Oppitz hat mit den wichtigsten Orchestern der Welt gespielt, vor allem hat er sich jedoch mit seinen Recitals einen Namen gemacht.

Ein Weltstar am Klavier in Heidenheim: Gerhard Oppitz. © Concerto Winderstein
Ein Weltstar am Klavier in Heidenheim: Gerhard Oppitz. © Concerto Winderstein

Am Freitag, 17. April 2026, ist er um 19.30 Uhr im Festsaal der Freien Waldorfschule im Meisterkonzert unter dem Motto „Aufbegehren“ zu erleben. Zuletzt war er dort im Oktober 2023 bei einem umjubelten Auftritt zu Gast.

Auf dem Programm stehen – passend zum Schwerpunkt der laufenden Meisterkonzerte-Saison – Werke von Franz Schubert für Soloklavier, die zu den Höhepunkten des Repertoires gezählt werden. Oppitz gilt dabei als ausgemachter Experte unter den Interpreten der Klavierliteratur Schuberts, hat er doch u. a. im Rahmen des Rheingau Musik Festivals sämtliche Solowerke des Komponisten aufgeführt. Die Sonate a-Moll D 537 zählt zu den Frühwerken des Komponisten und zeichnet sich vor allem durch ihre Prägnanz aus. Eine reiche und farbenprächtige Harmonik, der Verzicht auf ein Scherzo und eine bewusste Abwendung von aller schwergewichtigen Moll-Dramatik ermöglichen einen Einblick in die noch unbeschwerten frühen Jahre Schuberts. Seine zeitlos aktuelle „Wandererfantasie“ hingegen stellt eine musikalische Auseinandersetzung mit dem Polizeistaat unter Metternich dar: Sie basiert auf seinem berühmten Lied „Der Wanderer“, der in der Interpretation des Komponisten den Einsamen, Irrenden und Entfremdeten darstellt, als der er sich selbst empfand. Sie gilt als das technisch anspruchsvollste Klavierwerk Schuberts. Den Abschluss bildet als Gegenpol zum Frühwerk eine der spätesten Sonaten: Die mitreißende A-Dur-Sonate zeigt die Melancholie und Gebrochenheit, zu denen der Komponist vor seinem frühen Tod tendierte.

Gerhard Oppitz’ internationale Karriere nahm 1977 ihren Anfang, als er als erster Deutscher den begehrten Arthur-Rubinstein-Wettbewerb in Tel Aviv gewann. Konzertreisen durch Europa, Japan und die USA folgten. 1978 nahm Oppitz die erste von zahlreichen Schallplatten auf, unterdessen sind es 78 Einspielungen. 1981 wurde ihm eine Professur an der Musikhochschule München angeboten, die er bis 2013 hielt. 2009 erhielt er den Brahms-Preis der Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein, mit dem zuvor Leonard Bernstein und Lord Yehudi Menuhin ausgezeichnet worden waren. Seit 2014 ist er Träger des Bayerischen Maximiliansordens für Wissenschaft und Kunst, der höchsten Auszeichnung des Freistaats Bayern, mit dem im Jahr 1873 Johannes Brahms geehrt worden war.

Karten für das Recital sind bei der Stadt-Information, im Ticketshop der HZ und online unter www.opernfestspiele.de erhältlich.

Infos kompakt

„Aufbegehren“ – 6. Meisterkonzert 2025/2026
Franz Schubert – Sonate a-Moll D 537
Franz Schubert – „Wandererfantasie“ C-Dur op. 15 D 760
Franz Schubert – Sonate A-Dur D 959

Gerhard Oppitz, Klavier

Freitag, 17. April 2026, 19.30 Uhr
Freie Waldorfschule, Ziegelstraße 50

Tickets (€25,00/20,00/15,00 | ermäßigt €12,50/10,00/7,50)
Telefonisch: 07321 327-7777
Online unter www.opernfestspiele.de
Stadt-Information Heidenheim, Christianstraße 2, 89522 Heidenheim
Ticketshop der Heidenheimer Zeitung, Olgastraße 15, 89518 Heidenheim

(Erstellt am 01. April 2026)

Kontakt

Stadt-Information Heidenheim
Christianstraße 2
89522 Heidenheim
Fax (0 73 21) 3 23 49 11

Öffnungszeiten

Montag - Freitag 9:00 - 17:00 Uhr
Samstag 9:00 - 13:00 Uhr